Eine Sanierung nach Wasserschaden im 23. Stockwerk eines der markantesten Gebäude der Hamburger City – das ist selbst für erfahrene Estrichleger eine außergewöhnliche Aufgabe.
Daten
| Gebäudetyp | Büro & Verwaltung |
|---|---|
| Fläche | 400 m² |
Eine Sanierung nach Wasserschaden im 23. Stockwerk eines der markantesten Gebäude der Hamburger City – das ist selbst für erfahrene Estrichleger eine außergewöhnliche Aufgabe. Peer Krüger von Krüger Fußbodenbau stellte sich der Herausforderung: 400 m² Zementestrich in 85 Metern Höhe verlegen, das Sackmaterial über zwei Fahrstühle transportieren, rund 50 Tonnen Material zügig verarbeiten – und das alles in nur zwei Nachtschichten. Die komplexe Baustelle gelang mit viel Know-how, enger Zusammenarbeit und dank der Materialwahl des spannungsarmen Schnellzementestrichs UZIN SC 968.
Die Tanzenden Türme an der Reeperbahn 1 in Hamburg sind mehr als nur ein Bürogebäude – sie sind ein Stück urbane Identität. Entworfen vom renommierten Architekten Hadi Teherani und dem Büro BRT Architects, prägen die beiden sich einander zuneigenden Hochhaustürme mit ihrer markanten Fassade das Bild der Hamburger Skyline. Der höhere Südturm misst 85 Meter, der Nordturm 75 Meter.
Ein Wahrzeichen als Baustelle
Das Ensemble vereint Büroflächen, Gastronomie und Kultur unter einem Dach – darunter auch einen Musikclub im Sockelbereich des Gebäudes. Das Kronjuwel des Komplexes befindet sich ganz oben: Im 23. Obergeschoss des Südturms residiert das „clouds – Heavenʼs Bar & Kitchen“ – ein Restaurant und eine Skybar mit spektakulärem Panoramablick über Hamburg. Doch dann traf ein massiver Wasserschaden das Innere des 23. Stockwerks – sogar die Fassade war in Mitleidenschaft gezogen. Das gesamte Geschoss musste vollständig entkernt werden: Küche, Restaurant und Skybar wurden zurückgebaut, der Unterboden und Estrich anschließend komplett neu aufgebaut. Eine prestigeträchtige Baustelle – und eine der ungewöhnlichsten, die Peer Krüger je erlebt hat.
Die Herausforderung: Höhe, Zeit und Geometrie
Wer als Estrichleger beauftragt wird, 400 m² im 23. Stockwerk eines Hochhauses zu sanieren, steht vor Aufgaben, die im normalen Tagesgeschäft kaum vorkommen. Die grundlegendste Herausforderung war logistischer Natur: Wie kommt der Estrich in den 23. Stock? Unter normalen Bedingungen wird er direkt vom Pumptruck über eine lange Schlauchleitung in die gewünschte Etage gepumpt. In einem 85 Meter hohen Hochhaus ist das keine Option. Tim Maas, Fachberater von Uzin, der das Projekt von Beginn an begleitete, bringt es auf den Punkt: „Ein konventioneller Einbau wäre grundsätzlich realisierbar gewesen, hätte aufgrund der erforderlichen Förderhöhe jedoch einen erheblichen technischen Aufwand erfordert.“
Die zweite Herausforderung war zeitlicher Natur. Die Arbeit in den Räumen unterhalb des Restaurants – Konferenzräume und Büros im laufenden Betrieb – durften nicht beeinträchtigt werden. Baustellenlärm und schwere Arbeiten waren deshalb ausschließlich außerhalb der Bürozeiten möglich, täglich erst ab 17 Uhr. Die dritte Herausforderung war der Raum selbst. Eine komplizierte Geometrie, viele Stützen und Ecken machten die Untergrundarbeiten anspruchsvoll. Gefordert waren zudem Schallschutzmaßnahmen schon in der Dämmebene. Es wurde eine Trittschalldämmplatte aus Mineralwolle in 40 mm mit Nutzlasten bis 10 kPa verlegt. Auf der Mineralwolle musste eine Holzwolle-Leichtbauplatte in 25 mm eingebaut werden. Diese wurde von Parkettlegern passgenau an die Stützen und die mineralischen Randdämmstreifen angearbeitet.
Die Lösung: Fertiggemischter Schnellzementestrich im Sack
Die Lösung für die logistischen Herausforderungen lag in der Materialwahl: ein werksseitig vorgemischter Trockenmörtel, abgefüllt in Säcken, geliefert auf Paletten. Konkret fiel die Wahl auf UZIN SC 968, einen spannungsarmen Schnellzementestrich des Ulmer Bodensystemspezialisten Uzin. „Unter diesen Bedingungen musste alles zügig gehen, der Mörtel einfach und zuverlässig zu verarbeiten sein, schnell fest werden“, beschreibt Peer Krüger die Anforderungen. Die Entscheidung fiel nach einem Produktvergleich: „Das Produkt von Uzin hat durch seine gute Verarbeitbarkeit und das schnelle Anziehen überzeugt“, bestätigt Krüger. Hinzu kamen das stimmige Preis-Leistungs-Verhältnis und die bewährte Zusammenarbeit mit Fachberater Tim Maas.
Der Ablauf war präzise durchgetaktet: Das Sackmaterial wurde per Lkw angeliefert, zunächst mit einem Fahrstuhl in die Tiefgarage gebracht und von dort über einen zweiten Fahrstuhl direkt in das 23. Obergeschoss transportiert. Dort wurde der Trockenmörtel mit der auf den Millimeter genau dosierten Wassermenge – der Schlauch kam eigens von der Dachterrasse – in drei Betonmischern angerührt. Per Schubkarre gelangte der angemischte Mörtel zum Einbauort, wurde verteilt und sorgfältig geglättet. Der personelle Einsatz war beeindruckend: „Die Organisation war sehr aufwendig, die Zusammenarbeit war klasse. Wir haben mit zwölf Mann gearbeitet – alle verfügbaren Mitarbeiter, vom Chef über die Estrichleger bis zum Bauleiter haben mitgeholfen, auch diejenigen, die sonst nicht aktiv auf Baustellen arbeiten“, erinnert sich Peer Krüger. So konnten die gesamten 400 m² in nur zwei Nachtschichten verlegt werden – eine beachtliche Leistung unter den gegebenen Bedingungen.
Gut zu verarbeiten und zügig fest: UZIN SC 968
UZIN SC 968 ist ein werksseitig vorgemischter Trockenmörtel zur Herstellung von Zementestrichen im Innen- und Außenbereich. Auf der Baustelle in den Tanzenden Türmen überzeugte das Produkt in mehrfacher Hinsicht: Es lässt sich gut verarbeiten, wird schnell fest und ist nach 24 Stunden bereits begehbar – die vollständige Belegreife ist nach nur 72 Stunden erreicht. Im Vergleich dazu benötigt ein herkömmlicher Zementestrich 28 bis 35 Tage bis zur Belegreife. Für das clouds-Restaurant, das so bald wie möglich wieder öffnen wollte, war dieser Zeitvorteil entscheidend.
Technisch entspricht UZIN SC 968 der Festigkeitsklasse CT-C40-F6 nach DIN EN 13813, was eine hohe Druck- und Biegezugfestigkeit gewährleistet. Die werksseitige Vorkonfektion als Trockenmörtel sorgt für eine gleichbleibende Qualität – ein wichtiger Faktor, wenn mehrere Betonmischer parallel im Einsatz sind und jeder Ansatz stimmen muss. Tim Maas fasst es treffend zusammen: „Als Problemlöser auf dieser besonderen Baustelle ist das Produkt ideal – das eigentlich für Reparaturmaßnahmen gedacht ist.“ Genau das macht den UZIN SC 968 so vielseitig: Er entfaltet seinen größten Mehrwert dort, wo Schnelligkeit, Zuverlässigkeit und Präzision gefragt sind.
Das Ergebnis: Pünktlich fertig – und perfekt
Ende November war die komplette Fläche abgeschlossen. Der Estrich lag, die Belegreife war nach 72 Stunden erreicht, Parkett und Fliesen konnten zügig folgen. Das Lob kam prompt – bei der Abnahme durch den bauleitenden Architekten und den Eigentümer fiel ein Satz, der alles sagt: „Das Ergebnis ist perfekt. Wie haben Sie das in zwei Tagen schaffen können?“ Das Projekt steht exemplarisch dafür, was eine gut koordinierte Sanierung leisten kann. Rund 50 Tonnen Material durch die Tiefgarage in den 23. Stock transportieren, Nachtschichten wegen der Mieter im Haus organisieren, eine komplizierte Raumgeometrie und hochwertige Schallschutzanforderungen meistern und den Estrich nach einem massiven Wasserschaden verlegen – jede dieser Herausforderungen wäre für sich bereits anspruchsvoll gewesen. Zusammen ergaben sie eine Baustelle, die höchste Anforderungen an Planung, Handwerk und Materialwahl stellte. „Es war ein komplexes Zusammenspiel auf dieser Baustelle“, resümiert Tim Maas. Dass am Ende alles aufgegangen ist, lag an der Erfahrung von Peer Krüger und seinem Team, der engen fachlichen Begleitung durch Uzin und der Entscheidung für das richtige Produkt. Der Schnellzementestrich UZIN SC 968 hat sich auf einer der ungewöhnlichsten Baustellen Hamburgs bewährt – 85 Meter über der Reeperbahn.









